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Spiegel Online


„Livia Patrizi vergleicht ihre Arbeit am liebsten mit Gedichten, die haben auch eine eigene Sprache. Beim modernen Tanz müsse man sich genauso Techniken zur Entschlüsselung aneignen. Kindern diese Kunstform näher zu bringen und die zugehörigen Wissensformen zu kultivieren, ist ihr Hauptanliegen – wenn die Kinder auch körperlich und geistig fitter werden, sind das für sie eher ‚Kollateralgewinne‘. Diese Nebeneffekte sind für Bildungsforscher hingegen besonders interessant. [...] Ist Tanzen überhaupt ein Schulfach? Ob die Kinder dann besser lernen könnten, fragen nicht zuletzt die Eltern, die manchmal die Tanzstunden mit finanzieren, wenn Geld fehlt. So gerät Kunstvermittlung in die Rechtfertigungsfalle. Tatsächlich weiß niemand exakt, ob und wie der Erfolg von Kindertanzprojekten zustande kommt. Bis auf den Spaßfaktor ist nichts offensichtlich. […] Der Tänzer Ulrich Huhn, der die Klasse schon das dritte Jahr unterrichtet, sagt: ‚Tanz ist eine Bezie­hungskunst.‘ Jede Berührung, jede Abstimmung des Tanzpaares ist nicht nur Körperkoordination, sondern eine Lektion in Haltung und Vertrauen.“