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Inforadio, Anna Pataczek


Start der 10. Berliner TanzZeit

Zeitgenössischer Tanz ist nicht gerade eine Kunstform, mit der man Massen anlockt. Zu verrätselt und experimentell wirkt das auf viele. Da muss man doch was tun, dachte sich eine Choreographin und gründete vor zehn Jahren das Projekt "TanzZeit". Ausgebildete Tänzer kommen in Berliner Schulen und tanzen mit Kindern und Jugendlichen. So werden schon die Jüngsten an den Zeitgenössischen Tanz herangeführt. Auf der Bühne im Berliner Podewil werfen sich zwei Dutzend Drittklässer einer Moabiter Grundschule flach auf den Boden. Dann setzt Musik ein, sie springen auf und wirbeln um die eigene Achse. Mädchen: "Da geht es um einen Sturm. Und zuerst ist es ganz ruhig. Und wenn ´s dann anfängt, sind alle zuerst in Wolken. Und gehen dann hoch und drehen sich schnell. Und am Ende geht eben die Sonne auf. " Es sind einfache aber sehr bildliche Bewegungen. Junge: "Heute morgen war ich auch sehr nervös, dass ich eine Aufführung mitmachen darf." Ein halbes Jahr lang haben zwei Tänzerinnen die Kinder an den zeitgenössischen Tanz herangeführt. Für jeweils zwei Schulstunden pro Woche. Eine von ihnen ist An Boekman: "Zwischendurch denken wir immer: Das wird nie was! Was machen sie da? Hören sie den nicht die Musik? Was für ein Chaos! Aber am Ende ist immer wieder das Wunder, wenn die Dinge auf der Bühne zusammenfallen. Dann kommen sie auf den Punkt. Die wissen, wenn sie einen Fokus haben, wenn die Gruppe stimmt, wenn sie mit der Musik tanzen, wenn sie Erfolg haben. Und das sind alles so Komponenten, weswegen ich das sehr wichtig finde, sie auf die Bühne zu bringen." […]